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Börsenausblick 02/2026: Geopolitik beherrscht die Schlagzeilen

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Kurz zusammengefasst:


  • Geopolitisch turbulenter Start ins 2026

  • Solide Unternehmensergebnisse

  • Künstliche Intelligenz: Selektiver Ansatz wichtig

4. Februar 2026

Was die letzten Wochen im Fokus stand

Das neue Jahr startete in vielerlei Hinsicht so wie das Jahr 2025 endete: Turbulent. Venezuela, Grönland, Iran und eine überraschende Nomination durch Trump für den Vorsitz der US-amerikanischen Notenbank FED: Kevin Warsh, jemand der eher für die Unabhängigkeit des FED steht und nicht für extreme beziehungsweise bedingungslose Zinssenkungen.

Für Verunsicherung sorgte insbesondere die Rhetorik Trumps in Sachen Grönland, wobei er in altbekannter Manier dann rasch wieder relativierte.

« Die Weltwirtschaft und auch die allermeisten grossen Unternehmen sind gut unterwegs. »

Sowohl die weltweiten Wirtschaftsdaten als auch die publizierten Unternehmensergebnisse und Ausblicke zeichnen insgesamt ein positives Bild: Sowohl die Weltwirtschaft, als auch die allermeisten grossen Unternehmen sind gut unterwegs.

Im Zuge der geopolitischen Unsicherheiten hat sich der Schweizerfranken weiter verteuert, was auf der Performance des Schweizer Aktienmarktes lastete. Und Edelmetalle, allen voran Gold und Silber, haben sich in diesem Zusammenhang im Januar zunächst äusserst positiv verhalten, bis dann eine markante kurze Korrektur erfolgte. Nach einem derartigen raketenhaften Anstieg allerdings nichts Ungewöhnliches.

Unsere Anlagelösungen und Positionierung

Unsere Multi-Asset Lösungen konnten zum Jahresstart erneut zulegen. Das lag nicht zuletzt an der erneut sehr starken Aufwärtsbewegung im Gold. Auf der anderen Seite kam in der zweiten Januarhälfte der US-Dollar gegenüber dem Schweizer Franken erneut unter Druck. Da wir aber nach wie vor an einer sehr geringen Fremdwährungsquote festhalten, hat uns diese Bewegung nur marginal beeinflusst. Aktuell eruieren wir eine leichte Erhöhung der Aktienquote, wobei wir aber auch nach wie vor auf Anlagen mit einer geringen Korrelation zum Aktienmarkt setzen.

Auch unser Cross-Asset Fund Navigator legte im neuen Jahr merklich zu und erreichte einmal mehr einen neuen Höchststand. Die positive Entwicklung des Fonds im Januar war vor allem auf Übergewichtungen in den Sektoren Industrie, Roh- & Grundstoffe und zuletzt Energie zurückzuführen. Zudem leisteten Einzeltitel wie Vodafone, Swatch, Cameco und Gilead substanzielle Beiträge. Die Marktbreite nahm weiter zu, wobei Value-Aktien besser abschnitten – was die Portfoliopositionierung des Fonds unterstützte.

Unsere Aktienstrategie Global Equity Trends hatte ebenfalls einen guten Start ins Jahr 2026. Am meisten dazu beigetragen haben die Investments in den Bereichen Roh- & Grundstoffe, Industriewerte sowie klein-kapitalisierte Unternehmen. Auf der anderen Seite bildeten Wachstumswerte sowie Unternehmen aus dem Technologiesektor die Schlusslichter. So haben wir uns zum Monatswechsel nun von den Wachstumswerten getrennt und dafür Substanzwerte ins Portfolio aufgenommen.

Der Schweizer Aktienmarkt und somit auch unsere Aktienstrategie Swiss Equity Selection ist vor allem in der zweiten Januarhälfte unter Druck geraten. Am meisten gelitten haben dabei Werte wie der Luxusgüterkonzern Richemont aber auch die Versicherungswerte allgemein. Auf der anderen Seite haben sich die Pharma-Riesen Novartis und Roche weiterhin sehr erfreulich entwickelt. Neu in der Auswahl befindet sich zudem Accelleron. Der Spezialist für Turbolader für Grossmotoren entstand 2022 aus einer Abspaltung von ABB und gehört in seinem Bereich zu den weltweit führenden Unternehmen.

Unsere Aktienstrategie Global Equity Selection hatte einen etwas schwierigeren Start ins Jahr. So konnten zwar Unternehmen wie ASML Holding, ABB oder auch BHP Group kräftig zulegen, Werte aus den Bereichen Wachstum und Technologie dämpften hingegen das Monatsergebnis. Zum Jahresstart haben wir uns daher von den Softwareunternehmen Intuit und Constellation getrennt. Neue Engagements sind wir dafür mit den Deutschen Konzernen Fresenius SE sowie E.On eingegangen. Zudem ist auch der amerikanische Getränkehersteller Monster Beverages zurück im Portfolio. Unter dem Strich wurde das Portfolio somit etwas breiter diversifiziert.

Wie weiter? Und was gilt es zu beachten?

Insgesamt sind wir weiterhin positiv für das Anlagejahr 2026 und gehen von einem allgemein konstruktiven Umfeld aus. Die neusten Wirtschaftsdaten sind solide – insbesondere in den USA – und auch die präsentierten Unternehmensergebnisse.

« 2026 dürfte sich im Bereich KI die Spreu vom Weizen trennen »

Wie von uns erwartet, deutet vieles darauf hin, dass sich in Sachen KI Künstliche Intelligenz dieses Jahr die Spreu vom Weizen trennen wird: Wer wirklich von den teilweise immensen Investitionen in diesem Bereich profitieren kann und wer nicht beginnt sich langsam zu zeigen. Darauf gilt es in den kommenden Wochen ein besonderes Augenmerk zu halten und einen selektiven Ansatz zu verfolgen.

Mit unserem diversifizierten Fokus und aktienseitigen Anlagen vor allem in Qualitätsunternehmen sowie einem hohen Anteil an Schweizerfranken fühlen wir uns auch in 2026 weiterhin gut aufgestellt.

Point Capital Group
4. Februar 2026

Unsere Experten: Jules Kappeler (CEO) & Christian Sutter (Portfolio Manager)