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Börsenausblick

«Der alte Gewinner ist auch der neue Gewinner…»

 

Markteinschätzung
Das dritte Quartal war von zwei ganz gegensätzlichen Entwicklungen geprägt: Im Juli und August stiegen die weltweiten (entwickelten) Aktienmärkte kontinuierlich weiter. Dies änderte sich dann im September schlagartig und die Kurse fielen weltweit. Auch der Schweizer Markt war ausserordentlich stark davon betroffen.

Viele «Geschichten» wurden als Begründung für diese weltweite Entwicklung herumgeboten, doch keine ist für sich alleine wirklich stimmig. Es waren sogenannte Gewinnmitnahmen und wohl ein Cocktail ganz verschiedener Themen, der die Märkte belastete: Die Krise des Immobilien-Giganten Evergrande in China, der Streit über die Schuldenobergrenze in den USA sowie explodierende Energiepreise und damit verbundene Inflationsängste.

Es ist das dominierende Thema an den Finanzmärkten: Wie geht es mit der Inflation weiter? Denn nach Jahren niedriger Teuerungsraten zeigen die Konsumentenpreise seit einigen Monaten steil nach oben. In den USA notiert der Konsumentenpreiseindex seit Juni konstant über 5 % und in Deutschland kletterte er zuletzt um 4,1 % in die Höhe, was dem kräftigsten Anstieg seit fast dreissig Jahren entspricht.

Der Druck auf die Zentralbanken zur Drosselung der Geldpolitik wird dadurch weiter zunehmen, doch vieles davon dürfte eben – wie so oft – in den Kursen von heute bereits eingepreist sein. In diesem Zusammenhang wird es sehr interessant sein zu sehen, welche Unternehmen unter den gestiegenen Einkaufspreisen und lieferantenseitigen Engpässen leiden. Sicher ist: Mit Qualitätstiteln, die in Branchen mit strukturellem Wachstum gut positioniert und einer entsprechenden Preismacht ausgestattet sind, ist man langfristig sehr gut aufgestellt. Dies hat sich in der Vergangenheit immer wieder bestätigt.

Unser Portfolio
Auch im dritten Quartal hat sich der Aktienkurs von Fortinet wiederum am besten entwickelt – mit einem satten Plus von knapp 23 % (nach bereits rund 30 % im Vorquartal). Fortinet ist ein US-amerikanisches Unternehmen im Bereich «Cybersecurity» – ein säkularer Trend, der schon seit vielen Jahren anhält und von dem weiteres langfristiges Wachstum erwartet werden kann: Die Digitalisierung schreitet in allen Lebensbereichen weiter voran und macht uns anfälliger auf «digitale Angriffe». Anbieter entsprechender IT-Sicherheitssoftware werden davon profitieren.

Auf den weiteren Plätzen folgen Catalent, ein US-amerikanisches Unternehmen im Bereich der pharmazeutischen Auftragsforschung und -entwicklung sowie Novo Nordisk, ein dänisches Pharma-Unternehmen führend im Bereich der Diabetes-Behandlung.

Als Schlusslicht mit einem Minus von mehr als 25 % klassierte sich ausgerechnet ein Schweizer Unternehmen mit einer ganz grossen Erfolgsstory: Logitech. Hier fiel auf, dass sich sogenannte Leerverkäufer kurz vor Aufnahme von Logitech in den begehrten SMI (Swiss Market Index) stark positionierten und in der Folge Kasse gemacht haben dürften. Logitech war in vielen Schweiz Fonds mit Fokus auf mittlere und kleinere Firmen vertreten und musste von diesen entsprechend verkauft werden. Das dürfte auf die Kurse gedrückt haben. Immerhin: Der Kurs von Logitech hat sich auch nach dem Taucher im dritten Quartal innerhalb von nur drei Jahren fast verdoppelt. Die Umsatz- und Gewinnaussichten sind weiterhin sehr gut. Die Bilanz ist äusserst solide aufgestellt und die inzwischen recht diversifizierte Produktpalette von Logitech überzeugt weiterhin.

Insgesamt erreichten wir im dritten Quartal knapp ein Prozent Titel-Performance in unserem Portfolio.

Point Capital Group
12. Oktober 2021