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ETF’s: Ein attraktives Instrument zur Umsetzung Ihrer Anlagestrategie?

ETF‘s erfreuen sich aktuell grosser Beliebtheit. Auch Privatanleger investieren in Zeiten niedriger Zinsen gerne in solche Produkte. ETF’s bieten eine attraktive Möglichkeit, mit überschaubarem Kapital sein Geld diversifiziert an der Börse anzulegen. Wir zeigen Ihnen auf, was es mit den ETF’s genau auf sich hat und welche Vor- und Nachteile es gibt.

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Was genau sind ETF’s?

Die Abkürzung ETF steht für «exchange-traded-fund». Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich bei ETF’s also um eine Art börsengehandelte Fonds.

Sie bilden einen Referenzindex nach, beispielsweise den deutschen Aktienmarktindex DAX oder den amerikanischen Leitindex Dow Jones. Die Wertentwicklung des ETF’s hängt demnach von der Entwicklung des jeweiligen Referenzindex ab.

Ziel ist es, die gleiche Rendite zu erwirtschaften wie der Vergleichsindex. All das geschieht ganz ohne aktives Fondsmanagement, weshalb diese sogenannten passiven ETF’s recht kostengünstig sind. Passive ETF’s machen rund 99 % aller angebotenen ETF’s aus, aktiv verwaltete ETF’s sind entsprechend eine Randerscheinung. Wir fokussieren uns bei unseren Ausführungen deshalb auf die passiv verwalteten ETF’s.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal bei ETF’s ist, wie die Replikation erfolgt. Mit dem Begriff Replikation ist die möglichst exakte Nachbildung des Vergleichsindex gemeint. Dabei unterscheiden wir zwischen zwei Arten:

  • Physisch replizierte ETF’s
  • Synthetisch replizierte ETF’s

Physisch replizierte ETF’s

Die physische Replikation ist für Sie als Anleger leichter nachzuvollziehen. Dabei werden Ihre Gelder aus dem ETF direkt in die Wertpapiere investiert, die der zugrundeliegende Vergleichsindex beinhaltet. Die Gewichtung der enthaltenen Aktien entspricht dabei exakt der des Vergleichsindex. Macht also beispielsweise eine Aktie fünf Prozent der Marktkapitalisierung des DAX aus, ist sie auch im “DAX”- ETF mit fünf Prozent vertreten. Es findet also eine genaue Nachbildung statt, die je nach Marktlage immer wieder angepasst wird.

Bei Anlegern ist der Weltaktienindex MSCI World sehr beliebt. Dieser enthält die rund 1600 Aktien der grössten Unternehmen weltweit. Diese Menge in einem ETF eins zu eins abzubilden, wäre jedoch nur sehr schwer und mit grossem Kapitaleinsatz möglich. Daher wird in solchen Situationen oft auf das sogenannte Sampling zurückgegriffen. Dabei werden nur die Aktien berücksichtigt, die den grössten Einfluss auf die Index-Entwicklung haben. Aktien, welche nur einen geringen Einfluss auf den Index haben, werden nicht aufgenommen. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass dann der ETF den Vergleichsindex nicht mehr eins zu eins widerspiegelt. Die ETF-Performance könnte sich also von der Vergleichsindex-Performance unterscheiden.

Synthetisch replizierte ETF’s

Ähnlich wie beim Sampling wird auch bei synthetisch replizierten ETF’s nicht in jeden einzelnen Aktientitel des Vergleichsindizes investiert. Es finden Tauschgeschäfte statt, weshalb ein synthetischer ETF auch gerne Swap-ETF genannt wird.

Für diese Tauschgeschäfte schliesst der ETF-Anbieter einen Vertrag mit einem Finanzinstitut, dem sogenannten Swap-Partner, ab.

Der Swap-Partner verpflichtet sich im Rahmen dieses Vertrags, die Indexrendite inklusive der Dividenden zu zahlen. Im Gegenzug erhält er eine Gebühr – die Swap-Gebühr – sowie die Rendite der Wertpapiere, die im Portfolio enthalten sind. Was für ein Portfolio? Das Geld der ETF-Anleger ist in ein Portfolio von Wertpapieren investiert, welches als Sicherheit im Swap-Geschäft dient. Dabei müssen die Wertpapiere im Sicherheiten-Portfolio nicht zwangsweise mit den Titeln des nachgebildeten Vergleichsindex übereinstimmen. Beispielsweise kann ein synthetischer ETF auf europäische Aktien (MSCI Europe) im Sicherheiten-Portfolio auch amerikanische Aktien enthalten.

Ein synthetischer ETF ist davon abhängig, dass der Swap-Partner seiner Verpflichtung nachkommt. Kann er die Zahlungen nicht mehr leisten, ist der ETF-Anbieter gezwungen, auf das Sicherheiten-Portfolio zurückzugreifen und gegebenenfalls Verluste für die Anleger zu realisieren. Synthetische ETF’s sind also mit einem sogenannten Gegenparteirisiko behaftet.

Was sind die Vorteile von ETF’s?

ETF’s zeichnen sich unter anderem durch ihre günstige Kostenstruktur aus, was für eine hohe Beliebtheit bei Anlegern sorgt. Die Kosteneffizienz der ETF’s kommt aufgrund des passiven Ansatzes zustande.

Gleichzeitig sind sie ein sehr flexibles Anlageinstrument, denn sie werden stets zum aktuellen Börsenwert gehandelt. Das macht die Investition in ETF’s zu einem sehr transparenten Unterfangen. Anhand des entsprechenden Vergleichsindex können Sie die Zusammensetzung immer nachverfolgen. Das breite Portfolio, welches ETF’s in der Regel abbilden, sorgt dafür, dass Sie genug diversifiziert sind und somit titelspezifische Risiken ausbleiben.

Und noch ein weiterer Vorteil in Sachen Sicherheit wird Ihnen zuteil: Der Rechtsstatus eines Sondervermögens. Das heisst, dass Ihre Anteile getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft (ETF-Anbieter) betrachtet werden. Wird diese also einmal zahlungsunfähig, sind Ihre Anteile davon nicht betroffen.

Nicht zuletzt bestechen die ETF’s durch ihr breites Angebot. Dieses reicht von Länder- über verschiedene Sektoren-, Rohstoffe- oder Themenindizes wie beispielsweise Wasserstoff. Sie haben die Qual der Wahl.

Welche Nachteile bringen ETF’s?

Bei ETF’s handelt es sich um ein passives Anlageinstrument. Der ETF bildet lediglich einen Vergleichsindex ab. Es gibt kein aktives Risikomanagement. Dieses müssen Sie als Anleger selbst verwalten.

Ausserdem haben Sie oftmals ein Fremdwährungsrisiko, ähnlich wie bei der Investition in ausländischen Aktien. Dessen müssen Sie sich als Anleger bewusst sein. Eine negative Währungsentwicklung kann Ihre Rendite schmälern oder ganz auffressen. Um dieses Risiko zu umgehen, wählen Sie besser währungsgesicherte ETF’s.

Auch wenn Sie sich für physisch replizierte ETF’s entschieden haben, erhalten Sie die zugrundeliegenden Titel nicht sofort. Sollte der ETF-Anbieter ausfallen, was zugegebenermassen sehr unwahrscheinlich ist, müssen Sie geduldig sein. Es kann durchaus mehrere Jahre dauern, bis Sie letztendlich zu Ihren Titeln kommen. Und wer weiss schon, wie sich diese in der Zwischenzeit entwickeln.

ETF’s im Fokus der Experten

Wir bei Point Capital sehen ETF’s als ein kostengünstiges Anlageinstrument an. Damit können verschiedenste Anlagethemen abgedeckt werden, und das bereits mit wenig Kapitaleinsatz. Allerdings gilt es zu beachten, dass Sie als Anleger die ETF’s selbst aktiv verwalten müssen.

Wir bei Point Capital setzen unter anderem auch auf ETF’s, vor allem bei der taktischen Allokation unseres Anlageportfolios. So können wir effizient und dennoch kostengünstig sofort auf Veränderungen am Markt reagieren und damit langfristig eine attraktive Rendite für unsere Kunden erzielen.

Wie wir das machen? Gerne zeigen wir Ihnen im Rahmen eines persönlichen Gesprächs auf, wie wir für Sie Ihr Geld langfristig gewinnbringend anlegen und wie wir dabei ETF’s einsetzen. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

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