Kurz zusammengefasst:
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Aktienmärkte mit viel Optimismus
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Gold bricht ein
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Neuer Fed-Chef schlägt restriktivere Töne an
7. Juli 2026
Was die letzten Wochen im Fokus stand
Der Juni endete mit einem versöhnlichen Bild an den Aktienmärkten. Zahlreiche Aktienindizes verzeichneten Zuwächse. Auch der Schweizer Markt zeigte sich sehr robust und der SMI Swiss Market Index erreichte gar ein Allzeithoch. Eine besonders bemerkenswerte Entwicklung zeigte sich bei den Edelmetallen. Innerhalb von nur wenigen Handelstagen brach der Goldpreis regelrecht ein und Silber traf es gar noch härter.
Ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht sowie ein deutlich restriktiverer Ton des neuen Vorsitzenden der US-Notenbank Fed, Kevin Warsh, liessen die Zinsen steigen und machten Gold – das eben keine Zinsen abwirft – für Anleger weniger attraktiv. Auf Jahressicht bleibt Gold damit im Minus, nachdem der Zuwachs zwischenzeitlich noch bei rund 20 Prozent gelegen hatte.
Gold gab aber die letzten Wochen gar praktisch in allen Szenarien nach. Am Anfang belastete eine Verschärfung der Lage im Iran, weil Anleger zum Stopfen von Löchern beim liquiden Gold Gewinne mitnahmen. Dann eben der restriktivere Ton von Kevin Warsh. Dann kam dazu, dass den Staaten am Golf, die ihre Dollarüberschüsse traditionell in Gold anlegen, wegen der Sperrung der Strasse von Hormus die Liquidität fehlte. Anzeichen der Entspannung am Golf sorgten dann auch für kurze Avancen. Inzwischen reicht aber auch eine Normalisierung der Lage nicht mehr aus, um den Goldpreis zu stützen.
Unsere Anlagelösungen und Positionierung
Unsere Multi-Asset Lösungen konnten im zweiten Quartal trotz eines volatilen Börsenumfelds erneut zulegen. Die Haupttreiber hinter der erfreulichen Entwicklung waren sowohl internationale wie auch Schweizer Aktien. Unsere hohe taktische Aktienquote wirkte unterstützend. Während die Anleihen weiterhin als stabilisierendes Element ihren Dienst leisten, mussten wir bei Gold einen leichten Rückgang hinnehmen. Da wir diese Position aber über die letzten Monate weiter abgebaut haben, hat sich dies kaum auf die Gesamtentwicklung ausgewirkt.
Die bereits Ende 2025 aufgebaute Untergewichtung der «Magnificent Seven» und die Übergewichtung ausgewählter Halbleiterwerte unterstützten die Performance des Cross-Asset Fund Navigator erneut. Besonders positiv entwickelten sich Intel, Micron und Western Digital, die seit Jahresbeginn jeweils um über 200 % zulegen konnten. Durch regelmässige Gewinnmitnahmen wurde gleichzeitig das Risiko aktiv gesteuert. Auch Titel von Unternehmen aus den Bereichen Gesundheit, Industrie und Grundstoffe leisteten einen wichtigen Beitrag zur positiven Entwicklung.
Unsere Aktienstrategie Global Equity Trends profitierte in den vergangenen Monaten von der starken Entwicklung in Substanzwerten sowie vom Anstieg im Technologie-Sektor. Beide Unternehmensgruppen haben die Gesamtentwicklung massgeblich positiv beeinflusst. In den letzten Wochen kamen hingegen die Energie-Werte vermehrt unter Druck, weshalb diese nun aus der Auswahl ausgeschieden sind. Zum Monatswechsel kamen dafür Finanzwerte sowie Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich neu ins Portfolio.
Nach einem schwierigen ersten Quartal zeigte sich der Schweizer Aktienmarkt in den vergangenen Monaten von seiner freundlichen Seite. Davon konnte unsere Aktienstrategie Swiss Equity Selection überproportional profitieren dank unserer entsprechenden Positionierung. Am meisten dazu beigetragen haben die Unternehmen ABB, UBS und Richemont. Aber auch kleinere Unternehmen wie beispielsweise Galderma oder Accelleron Industries haben ihren Teil dazu beigetragen.
In dem freundlichen Umfeld für globale Aktien konnte unsere Aktienstrategie Global Equity Selection stark zulegen. Auch hier gehörte ABB neben ASML Holding und Monster Beverage zu den Top-Performern. Etwas enttäuschend war hingegen die Entwicklung von Microsoft. Aus einer langfristigen Perspektive sehen wir den aktuellen Rückgang aber noch eher als Korrektur in einem intakten Aufwärtstrend. Grundsätzlich fühlen wir uns mit der aktuellen Selektion gut aufgestellt, behalten uns aber vor auf sich verändernde Marktlagen schnell zu reagieren.
Wie weiter? Und was gilt es zu beachten?
Der Fokus der Märkte wird sich die kommenden Wochen vor allem auf die Wirtschaftsdaten der USA und damit auf das Thema möglicher Zinserhöhungen richten. An den Zinsen hängt bekanntlich «alles»: Je nach Entwicklung dieser sind die einen oder anderen Aktiensegmente eher gefragt und das gleiche gilt auch für alle anderen Anlageklassen. Hier gilt es, sich auf verschiedene Szenarien einzustellen. Aus einer mehr globalen Perspektive kann festgehalten werden, dass aktuell die Wirtschaft in den USA boomt, Europa im Kriechgang ist und China stagniert.
« Nicht Prognosen schaffen Mehrwert, sondern konsequentes Handeln. »
Wir beobachten wie immer diese Themen für Sie genau und stellen mit einem aktiven Management sicher, auf sich verändernde Umstände auch kurzfristig reagieren zu können. Es geht uns stets darum, einerseits von den Chancen zu profitieren und andererseits die Risiken nicht zu vernachlässigen.
Point Capital Group
7. Juli 2026
Unsere Experten: Jules Kappeler (CEO) & Christian Sutter (Portfolio Manager)